Lesekompetenzschulung in der Unter-, Mittel- und Oberstufe

Nehmen Sie an meiner Schulung zur Lesekompetenz am pädagogischen Institut München teil!

Frisches aus der Lesekompetenzküche

Wir sind Leseweltmeister! Also zumindest, wenn es um die Zeit geht, die unsere Schülerinnen und Schüler mit Lesen verbringen, denn Lesen ist das täglich Brot des Französischunterrichts. Aber wie methodisch vielfältig und facettenreich schulen wir eigentlich die Lesekompetenz unserer Schülerinnen und Schüler? Diese Fortbildung gibt Ihnen Impulse, wie Sie dieses klassische Hauptgericht raffiniert verfeinern oder klassische Leseaufgaben motivierend-kreativ variieren können. Kern der vorgestellten Konzepte ist eine strategisch-methodische Schulung der Schülerinnen und Schüler und eine bewusste Textauswahl. Die Konzepte werden im Rahmen der Fortbildung nicht nur vorgestellt, sondern von den TeilnehmerInnen auch selbst an Beispielen aus Unter-, Mittel- und Oberstufe erprobt. Die Fortbildung richtet an Lehrkräfte aller Schularten und das vorgestellte Material kann direkt im eigenen Unterricht eingesetzt werden.

Was macht einen guten Leser aus?

Dieser Frage stellte ich mich als ich mit der Aufgabe betraut wurde, für Klett Sprachen die Kompetenzbände für die Lesekompetenzschulung zu verfassen. Das Lesen im kommunikativen Fremdsprachenunterricht lag mir schon immer sehr am Herzen und ich definierte einen kompetenten Leser für mich wie folgt:

Ein kompetenter Leser setzt Lesestrategien flexibel ein und beherrscht dabei eine Vielzahl an universalen Methoden für das Lesen und die Literaturanalyse.

Als Autorin der beiden Kompetenzbände setzte ich mir nicht nur zum Ziel, über beide Bände hinweg alle nötigen Teilkompetenzen und methodischen Fähigkeiten an unterschiedlichsten Textsorten aufzubauen, sondern Ihnen Methodenblätter mit Universalitätsanspruch an die Hand zu geben.

In dem Kompetenzbänden verschreibe ich mich dreier Leitideen:

1. Universale Methodenblätter für universale Lesestrategien

2. Lernen im zyklischen Dreischritt und eigenständiges Wiederholen

3. Flexible Einsatzmöglichkeiten für die Lehrkraft


1. Universale Methodenblätter für universale Lesestrategien

Jeder Text der Handreichung ist Mittel zum Zweck, da er passgenau zur Einführung bestimmter Methoden und unterschiedlicher literarischer Genres ausgewählt wurde (J’approfondis). Passend dazu finden sich in jedem Kapitel der Handreichung orange eingefärbte Methodenseiten, die wissenswerte Strategien und Wortschatz zur
Bewältigung von Leseaufgaben zusammenfassen und an jedem Text anwendbar sind.

Verena Plomer, Kompetenzen unterrichten, Französisch B2, Stuttgart: Ernst Klett Sprachen, 2019, S. 89, 114, 115.


2. Lernen im zyklischen Dreischritt und eigenständiges Wiederholen

Bei jedem Text erfolgt der Erwerb der Lesekompetenz in drei klar gegliederten Phasen.

  • Je lis: Erstbegegnung mit dem unbekannten Text
  • J’analyse: Wiederholung und Anwendung von bereits eingeführten Leseaufgaben. Mit kopierbaren Musterlösungen, sodass die Lernenden eigenständig arbeiten können.
  • J’approfondis: Neueinführung und Anwendung neuer Methoden und Strategien
Verena Plomer, Kompetenzen unterrichten: Leseverstehen Französisch A2-B1, Stuttgart: Ernst Klett Sprachen, 2020, S. 4.


3. Flexible Einsatzmöglichkeiten für die Lehrkraft

Verena Plomer, Kompetenzen unterrichten: Leseverstehen Französisch A2-B1, Stuttgart: Ernst Klett Sprachen, 2020, S. 5.

Das ganze Menü: Sie bearbeiten die Texte in aufsteigender Reihenfolge
und nutzen dabei den Dreischritt der Kapitel: Mit jedem Text werden neue methodische Kenntnisse eingeführt und angewendet (J’approfondis), sowie anhand der  Wiederholungsaufgaben (J’analyse)
selbstständig wiederholt.

 

Wählen Sie à la carte: Sie möchten Ihr bestehendes Repertoire zum
Leseverstehen gezielt ergänzen?
Was genau brauchen Sie und Ihre SuS? Vielleicht finden Sie sich in einer der Unterrichtsszenarien links wieder?


Welche Lesestrategien und Methoden brauchen meine SchülerInnen bis zum Abitur?

  • Basisfragen: QQQQ zum kursorischen Lesen
  • Zeit, Raum, Stimmung und Gefühlswelt
  • Exposition und dramatischer Auftakt
  • Literarische Termini und Wortschatz zur Literaturanalyse
  • Lesestrategien und Leseintentionen
  • Chronologie und Rhythmus der Erzählung
  • Funktion und Aussagekraft des Titels
  • Dramatische Grundstruktur
  • Spannungsaufbau und Auflösung
  • Wendepunkte und überraschendes Ende
  • Funktion und Wirkung der Exposition in medias res
  • Erzählperspektiven und Rezeption durch den Leser
  • verfälschtes Weltbild und unzuverlässiger Erzähler
  • Kommunikationssituation zwischen Autor und Leser
  • Intention des Autors / Engagiertes Statement
  • Monolog und Gedankenstrom
  • Funktion und Wirkung des offenen Endes
  • Figurencharakterisierung / Erstellen eines Figurenporträts
  • Stilmittel der Personifikation
  • Klanggestaltendes Lesen
  • Stilfiguren und ihre Wirkabsicht
  • Autobiographisches Erzählen
  • Poetizität und gehobene Stilistik
  • Kontrastierung und Perspektivierung
  • Figurenkonstellation und Beziehungsgeflecht
  • Zeitgenössische Bezüge im Liedtext
  • Botschaft und Kritik

Eine ausführlichere Erläuterung meiner didaktischen Prinzipien für die Lesekomptenzschulung finden Sie in diesem Video:

Weitere Ideen und Konzepte für die Lesekompetenzschulung in der Unter- und Mittelstufe finden Sie in diesem Tutorial:

Nutzen Sie gerne die Kommentarfunktion für Anmerkungen und Erfahrungen mit den Kompetenzbänden!

Beitrag verfasst von: Verena Plomer

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